Auf den Spuren der alten Griechen

23. Februar 2022

 

Bevor wir uns auf die Spuren der alten Griechen begeben steht zunächst ein weiteres Naturreservat auf dem Programm. Beim Biviere di Gela handelt es sich um die Reste eines ehemaligen Küstensees. Heute ist das Gebiet besonders wegen der vogelkundlichen Bedeutung geschützt. Im Reservat beginnen gerade auch die ersten Pflanzen zu blühen. Ringsherum ist von Natur aufgrund der endlosen Gewächshäuser allerdings nicht viel zu sehen.

 

 

 

Mehrere Hides direkt am Seeufer bieten die Möglichkeit von ausführlichen Beobachtungen. Ein Blässhuhn, das sich an einem toten Karpfen gütlich tut, haben wir bisher noch nicht gesehen. Der Kormoran hat mit dem Verzehr des gefangenen Aals ganz schön lange zu kämpfen.

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss wollen wir eigentlich für mehrere Tage einen 4x4 Platz ansteuern, Wieder einmal führt die Strecke vorbei an scheußlichen Industrielandschaften, später dann durch endlose komplett mit Plastik-Gewächshäusern zugebabelte Gegenden, oder wir quälen uns durch nicht enden wollende Ortschaften. An einer Q8 Tankstelle lassen wir einen unserer beiden Tanks auffüllen. Anschließend gibt es leider eine längere Diskussion mit dem Tankwart, der uns übers Ohr hauen will. Wir bleiben hart, bezahlen die überhöhte Summe nicht, verlangen die Polizei. Erst dann gibt er sich geschlagen, und wir bezahlen den tatsächlich getankten Betrag.

 

 

 

Punta Bianca erreichen wir leider nicht. Nicht, weil der MAN dort nicht hingekommen wäre, nein, das Militär übt hier draußen und das gleich für mehrere Tage. Also holpern wir wieder zurück und suchen uns im Landesinneren an einem See ein Nachtquartier. Für mehrere Tage ist der Platz allerdings nichts, zumal das Wochenende kommt. Die „Dorfjugend“ scheint diesen Platz fürs Schaufahren mit ihren Motorrädern zu bevorzugen.

 

Ein weiteres UNESCO Welterbe wartet auf uns. Die archäologischen Stätten von Agrigent mit ihren teilweise noch gut erhaltenen griechischen Tempeln gehören zu den eindrucksvollsten Stätten auf Sizilien. Bei angenehmen Temperaturen und nur wenig Betrieb haben wir ausreichend Gelegenheit, auf dem Gelände unterwegs zu sein und neben den Überresten der ehemaligen griechischen Stadt auch zahlreiche Eidechsen und Blumen sowie den Ausblick auf das moderne Agrigent zu bewundern. Besonders imposant ist der Concordiatempel, der zu den am besten erhaltenen Tempeln der griechischen Antike zählt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haben wir schon Punta Bianca nicht erreicht, so fahren wir doch wenigstens zum Capo Bianco bei Eraclea Minoa. Hier verbringen wir einige schöne Tage, sitzen einfach in der Sonne, wandern die Küste entlang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Fischer kommt vorbei, wir erstehen frisch gefangene Krabben. Ein leckeres Abendessen ist gesichert.

 

Außerdem wird uns ein beeindruckendes Naturschauspiel geboten. Gegen Abend ziehen jeweils ungeheure Vogelschwärme vorbei, zeichnen regelrecht fantastische Figuren an den Himmel. Es müssen Hunderttausende sein. So richtig nah kriegen wir sie leider nicht zu sehen, so dass wir nicht sagen können, um welche Art es sich handelt. Aber auf jeden Fall ist es ein sehenswertes Ereignis.

 

 

 

Auf dem Weg zur nächsten archäologischen Stätte machen wir Station an einem einsamen Platz an einem Küstenabschnitt, der endlich einmal nicht zugebaut ist.

 

 

Der Archäologiepark von Selinunte befindet sich auf einem ausgedehnten Gelände. Hier sind die Überreste zahlreicher griechischer Tempel sowie die Akropolis zu besichtigen. Natürlich lassen wir uns nicht mit dem kleinen Zug umherfahren, sondern besuchen die Anlage per pedes. So lässt sich auch die Größe dieser Anlage viel besser ermessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieder einmal vorbei an großen Abfallbergen erreichen wir unseren Platz für die nächsten Tage. Anscheinend zündet man von Zeit zu Zeit die Abfälle an. Zurück bleiben dann zerplatzte Flaschen, halb verkokelte Plastikbehälter. Wir schleppen unseren Abfall teilweise über viele, viele Tage mit uns herum, bis wir dann irgendwo einmal das Glück haben, legal entsorgen zu können, was in der Tat äußerst schwierig ist.

Der von uns gewählte Platz ein Stückchen weg vom Strand ermöglicht es uns, dem heftigen Wind relativ geschützt zu entgehen sowie den Regen, der viel Saharasand mitbringt (schaut Euch unsere Frontscheibe an), auszusitzen, bevor es hinauf in den Nordosten geht.

 

 

 

 

 

Weiter geht es mit San Vito lo Capo und nochmals Ätna – Eruption verpasst

 

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