Snaefellsnes-Halbinsel
29. März – 01. April 2026
Auf einem schlammigen Schotterweg erreichen wir bei leider trübem Wetter auf der Halbinsel ein Ziel, das wir bisher immer ausgelassen haben. Die Basaltklippen von Gerðuberg sind entstanden aus Lava, die nach Abkühlen durch das Meer in gleichmäßigen Säulen erstarrt sind. Die Rauðamelskirkja können wir leider nicht näher anschauen, da hier gerade eine Hochzeit stattfindet. Am Nachmkittag klart es ein klein wenig auf.
Am nächsten Morgen zunächst noch gutes Wetter, aber bald schneit es dann mal wieder. Wir überlegen kurz nicht weiterzufahren, entschließen uns dann aber doch dazu. Eine gute Entscheidung, bessert sich das Wetter doch zusehends, die Ausblicke auf die fantastische Landschaft rund um den Snaefellsnes werden immer klarer und lohnender.




Bald ist der Snæfellsjökull Nationalpark erreicht. Wir stellen den Großen Wagen auf dem (noch) kostenlosen Parkplatz bei Malarrif mit Blick auf den Stratovulkan Snæfellsjökull ab und laufen vorsichtig – es ist stellenweise spiegelglatt – in Richtung der eindrucksvollen Lóndrangar-Felsen. Die steilen Klippen sind bereits gut besetzt von unzähligen Dreizehenmöwen, auch etliche Trottellummen entdecken wir. Wieder macht der starke Wind das Fotografieren zu einer Herausforderung.


Auf der Weiterfahrt schauen wir uns in der Lava etwas genauer um und entdecken teilweise bizarre Lavaformationen.
Eigentlich wären wir natürlich auch gerne in den Holaholar Krater hineingefahren, das geht derzeit nicht, Zufahrt gesperrt, weil "impassable". Weitere Ziele fallen mal wieder dem schrecklichen Wind zum Opfer. Wenn Euch weitere Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel interessieren, so schaut einfach hier.
Eine Sehenswürdigkeit anderer Art erwartet uns im kleinen Fischerort Hellissandur, wo wir einige große Skulpturen vorfinden.
Aber eigentlich stoppen wir hier für die zahlreichen, teils riesigen künstlerischen Murales, die dem Ort den Beinamen „Street Art Capital of Iceland“ eingebracht haben.
Dagegen können die Murales im nahegelegenen Ort Ríf absolut nicht mithalten, einige der beigeordneten „Kunstwerke“ sind doch eher kitschig.
Auf der Weiterfahrt entdecken wir wie auf unserer Skandinavientour zahlreiche Eiskaskaden. Es klart zumindest soweit auf, dass wir einen Blick auf den eindrucksvollen Berg Kirkjufell werfen können. Dass wir mal wieder das Auspuff-Endrohr befestigen müssen, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Eigentlich wollen wir die Straße 558 in die Lavawüste Berserkjahraun nehmen, aber diese scheint eher nicht fahrbar zu sein. So nehmen wir eine Schotterpiste, die ins Gebiet führt. Aber auch diese scheint uns gerade auch angesichts der Wettervorhersage nicht ganz sicher zu sein. So stoppen wir vor einem längeren Gefälle und fahren nicht weiter.

Nachts hat es heftig geschneit, so dass wir davon absehen, weiter in das Gebiet hinein zu fahren, zumal man den Verlauf der Piste nur noch erahnen kann. Zumindest wissen wir, wie der Weg zurück verläuft. Auf verschneiten Straßen geht es weiter, wobei wir noch schöne Ausblicke auf die Lavalandschaft haben.






Das Wetter ist ein ständiger Wechsel zwischen strahlender Sonne, Wolken, Düsterness, Schneesturm – und das innerhalb von Minuten. Teilweise ist absolut nichts zu sehen. Da macht das Weiterfahren wieder einmal keinen Sinn, zumal Straßen, die wir eigentlich fahren wollen, entweder als gesperrt oder zumindest als schwierig zu fahren eingestuft sind. Auf einem Parkplatz bleiben wir deshalb einfach stehen. Fotografiert haben wir natürlich fast ausschließlich in den Gut-Wetter-Phasen.



In der Nacht hat es heftig geregnet bzw. Graupelschauer gehabt. Wir fahren nach Stykkisholmur, wo wir uns ein wenig umsehen.
Die Straßen, die wir anschließend eigentlich in Richtung Westfjorde fahren wollen, sind weiterhin teils geschlossen bzw. werden als nicht gut fahrbar eingestuft. Da ändern wir halt wieder einmal unsere Pläne und machen uns auf glatten, weil vereisten Straßen auf den Weg zu den Hraunfossar.














